Road Safety Bolivia – Eine Bilanz

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Während die Schweiz bereits spürbare Verbesserungen mit den eingeleiteten Maßnahmen erzielt, steckt das Thema „Verkehrssicherheit“ in vielen südamerikanischen Ländern noch in den Kinderschuhen.

Wenn es um die Verkehrssicherheit geht, verzeichnet Lateinamerika die weltweit höchste Rate an Todesfällen im Straßenverkehr. Gemäß Angaben der Roads Kill Map sterben auf den Straßen Boliviens jährlich 23,2 Menschen pro 100.000 Einwohner. Nicht nur für die Behörden stellt diese Zahl ein Problem dar – sie betrifft jeden einzelnen Bürger.

Mit einem Team von Experten aus Wissenschaft, NGO’s und der Industrie reiste die PTV Ende 2016 nach Santa Cruz, Bolivien, mit dem Ziel in praxisorientierten Workshops alle beteiligten Institutionen für das Thema Verkehrssicherheit zu sensibilisieren. Die Reaktionen der Öffentlichkeit und der Behörden vor Ort war überwältigend. Zum ersten Mal saßen Mitglieder der nationalen, regionalen und lokalen Regierungen gemeinsam mit Vertretern der Polizei, Universitäten, Industrie, Medien und ehrenamtlichen Organisationen an einem Tisch – ein Novum in Bolivien. Gemeinsam mit dem Expertenteam analysierten sie die aktuelle Ist-Situation, lernten neue positive Beispiele und Methoden kennen und erarbeitete zum Schluss einen Aktionsplan, eine sogenannte „Verkehrssicherheitscharta für Bolivien“, zugeschnitten auf die individuellen Bedürfnisse des Landes, die nun Schritt für Schritt umgesetzt wird.

Auf Grund der positiven Resonanz entschloss sich die lateinamerikanische Entwicklungsbank Corporación Andina de Fomento (CAF) den Erfolg durch konkrete Schritte auszubauen. Finanzielle Unterstützung erfährt die CAF dafür von der Global Road Safety Facility (GRSF) – einem Partnerschaftsprogramm der Weltbank. Diese Mittel werden genutzt, um nationale, regionale und kommunale Regierungen in Bolivien bei der Realisierung ihrer Pläne zur Verbesserung der Verkehrssicherheit zu unterstützen. Seit dem Frühjahr 2017 setzt die CAF die im November 2016 erarbeitete Verkehrssicherheitscharta kontinuierlich um und positioniert Verkehrssicherheit als wichtiges Thema, das bei der Infrastrukturentwicklung des Landes berücksichtigt werden soll. Ende März startete die Initiative mit den ersten Kick-Off Meetings zur Ermittlung der dringlichsten Aspekte. Ziel ist es schnellstmöglich mit der Umsetzung zu beginnen und die Verkehrssicherheit in Bolivien einen großen Schritt voranzubringen.

Lesen Sie mehr zu den Anfängen der Verkehrssicherheitsarbeit in Bolivien:

Unfallursachen verstehen, heißt Verkehrssicherheit maximieren. Dafür müssen verschiedene Datenquellen miteinander verknüpft und in Zusammenhang gebracht werden. Welchen Einfluss haben beispielsweise Verkehrsmengen auf bekannte Unfallschwerpunkte? Diese und auch andere Fragen werden im 1. PTV Verkehrssicherheitsforum am 19. April 2018 in Karlsruhe von Experten des Themengebiets diskutiert. Melden Sie sich noch heute an, um zu erfahren, worauf es in der Praxis ankommt und welche Tools Sie in Ihrer täglichen Arbeit unterstützen können: Anmeldung 1. PTV Verkehrssicherheitsforum

Sie fragen sich: Wie macht das die Schweiz? Und wie funktioniert Verkehrssicherheit in Deutschland? Kein Problem, gelangen Sie hier mühelos zu den ersten beiden Beiträgen aus der Reihe „Verkehrssicherheit“:

Artikel 1: Sicherheit im Straßenverkehr

Artikel 2: Basel – Die verkehrssicherste Stadt der Welt