Die Lissabon Studie neu gedacht: Erkenntnisse aus Helsinki bestätigen die Vorteile von Shared Mobility

Straßenbild Lissabon: ÖV konkurriert mit PKW’s.

Um Emissionen einzudämmen und Stau zu minimieren, gibt es nur eine richtige Antwort: Mobility as a Service (MaaS). Nicht nur verbessert sich durch den Einsatz eines solchen Mobilitätsformats die Luftqualität, es werden auch „tote“ Räume, wie Parkflächen, plötzlich frei, und können für andere, zwischenmenschliche und soziale Zwecke, genutzt werden. Die Ergebnisse mit den bahnbrechendsten Veränderungen werden erreicht, wenn ALLE PKW-Fahrten durch gemeinsam genutzte Touren ersetzt werden.

Die aktuelle Studie des International Transport Forum (ITF) basiert auf Datenmaterial und Fokusgruppenergebnissen aus Helsinki und bestätigen auf eindrucksvolle Weise die Erkenntnisse der ersten Studie für Portugals Hauptstadt. Für Lissabon konnte nachgewiesen werden, dass 9 von 10 herkömmlichen PKW’s obsolet werden, wenn alle Stadtfahrten von Flotten autonomfahrender Fahrzeuge übernommen werden.

PTV Group war als Mitglied des ITF Corporate Partnership Boards (CPB) maßgeblich an der Entstehung der „Lisbon Study“ beteiligt. Basierend auf den Ergebnissen entwickelte PTV das MaaS Accelerator Program, um MaaS Flotten kalkulieren, abbilden und verwalten zu können – all das für gegenwärtige herkömmliche Fahrzeuge, in Zukunft aber auch für autonom fahrende Elektrofahrzeuge.

Lissabon und Helsinki im Vergleich
Die Vorteile, die sich für beide Städte durch den Einsatz bon Shared Mobility ergeben, sind tiefgreifend und zeigen die radikale Verbesserung, die eine Stadt dadurch erfährt.

Beeindruckende Fakten in Kürze:

  • wenn Lissabon alle PKW’s, Busse und Taxis durch MaaS Flotten autonomer Fahrzeuge ersetzen würde, könnten die CO2 Emissionen um 62% verringert werden. Eine Umfrage, durchgeführt unter den Stadtbewohnern Lissabons, zeigt die positive Grundhaltung: Fast ein Viertel der Befragten gab an, dass ihnen Mobilität, egal in welcher Form, wichtiger ist als ein eigener Wagen.
  • Wenn Helsinki und das Umland auf Shared Mobility Services setzen würden und damit PKW’s, Busse und Taxis ersetzen, könnten die CO2 Emission um 28% reduziert und Stau um 37% verringert werden. Da dadurch öffentliche Parkflächen unbenutzt blieben, könnten sie für andere Zwecke eingesetzt werden.
  • Wieso ist der Rückgang des CO2 Ausstoßes in Helsinki so viel geringer als in Lissabon? Die Erklärung ist einfach: Da Helsinki bereits seit Jahren sehr auf Nachhaltigkeit und Umweltfaktoren bedacht, haben sie ihr ÖV-System gestärkt, gehen öfter zu Fuß oder nehmen für kurze Wege das Fahrrad. Da bleibt nicht viel Raum für Verbesserung. Da die Durchschnittsfahrt in Helsinki weiter als in Lissabon ist, sind die Emissionen pro Fahrt höher für die gleiche Fahrzeugauslastung.

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