Wie plant man den Besuch des Papstes?

Papst Franziskus begrüßt die Pilger. Quelle:: Pixabay

31 Jahre ist es her, dass ein amtierender Papst Kolumbien besuchte. Jeder Besuch zeugt von Einigkeit und Fürsorge, dieses Mal aber liegt Papst Franziskus vor allem der Frieden am Herzen. Für seinen geplanten Aufenthalt von fünf Tagen rechnen die Veranstalter mit einem Zulauf von 2-3 Millionen Gläubigen in die Hauptstadt Bogotá. Mindestens 800.000 Touristen werden vom 6.-11. September in die Stadt strömen, darunter ca. 23.000 internationale Pilger. Die restlichen Besucher kommen aus den kolombianischen Regionen Tolima, Boyacá und Huila.

Die Schaulustigen kommen mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß, aber vor allem auch in ihren privaten Autos. Mit mindestens 300.000 zusätzlichen PKW’s rechnet die Stadtverwaltung. Um Chaos zu verhindern, informiert die lokale Stadtverwaltung über das Fernsehen, das Radio und über die sozialen Medien, wie und wo die Besucher sich während des Papst-Besuches aufhalten sollen. Diese Pläne basieren nicht nur auf Erfahrungswerten, sondern auf wissenschaftlich erarbeiteten Szenarien, für die im Vorfeld die Bewegung der Massen modelliert und simuliert wurden.

Wo ist der Papst? Da ist der Papst!

Der Pontifex Maximus erreicht die Hauptstadt über die sechsundzwanzigste Straße. Diese ist mit der historischen Altstadt der Stadt, La Candelaria, verbunden. Weiter geht es zum Hauptfriedhof Bogotás, zur Universität und dem Flughafen. Alles auf dem Papamobil. Die Veranstalter erwarten bis zu 600 000 Besucher entlang der Straßen. Wenn seine Heiligkeit am 6. September die sechsundzwanzigste Straße entlang fährt, wird diese für den öffentlichen Verkehr gesperrt sein. Während des gesamten Korsos ist die Route für den restlichen Verkehr nicht zugänglich.

Der große Plan

Um an den Ballungspunkten Chaos zu vermeiden, wurden vom Amt für Mobilität unterschiedliche Maßnahmen umgesetzt. Beispielsweise werden die Menschenmassen und zusätzlichen Fahrzeuge umgeleitet und/oder kontrolliert, um den Besuch so effizient wie möglich zu gestalten.

Der Verkehrsbeauftragte der Stadt, Juan Pablo Bocarejo, simulierte im Vorfeld den Besuch mit PTV Vissim und PTV Viswalk. Dabei modellierte er die Fußgänger und die Zugangsbeschränkungen für öffentliche und private Fahrzeuge.

Nachdem alle Umleitungstrategien und Zugänge getestet wurden, entschied man sich für die beste Möglichkeit. Diese Simulationsvideos wurden an die entsprechenden Medien geschickt, die diese dann an die Öffentlichkeit kommunizierten. Eines der Videos, die von den kolombianischen Fernsehkanälen einem Millionenpublikum gezeigt wurden, sehen Sie hier:

Über PTV Vissim
Ob es sich um den Vergleich von Knotenpunktformen, um die Analyse von ÖV-Bevorrechtigungen oder um die Auswirkungen bestimmter Signalisierungen handelt – mit PTV Vissim können Sie das Verkehrsgeschehen genau simulieren. Motorisierter Individualverkehr, Güterverkehr, schienen- und straßengebundener ÖV, Fußgänger und Fahrradfahrer – als weltweit führende Software für mikroskopische Verkehrssimulation bildet PTV Vissim alle Verkehrsteilnehmer und ihre Interaktionen in einem Modell ab. Dabei sorgen wissenschaftlich fundierte Bewegungsmodelle für eine realistische Modellierung aller Akteure.

Über PTV Viswalk
Mit PTV Viswalk lässt sich das Verhalten von Fußgängern simulieren und abbilden. Die in den Funktionen leistungsstarke Softwarelösung kommt immer dann zum Einsatz, wenn es Fußgängerströme zu simulieren und analysieren gilt – sei es im Außenbereich oder innerhalb von Gebäuden. PTV Viswalk ist für all diejenigen konzipiert, die die Bedürfnisse der Fußgänger in ihren Projekten oder Untersuchungen berücksichtigen wollen, wie zum Beispiel Verkehrsplaner und -berater, Architekten und Besitzer öffentlich zugänglicher Immobilien, Veranstaltungsorganisatoren und Brandschutzbeauftragte.

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