Ride-Sharing – Ein makroskopischer Modellierungsansatz

Wie sind die Auswirkungen autonomer Fahrzeuge auf den Öffentlichen Verkehr? Eine Studie.

Mitte der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts formte sich auf den Straßen ein neuer Trend: „Ride-Sharing“. Im Zuge der ersten Öl-Krise und der daraus resultierenden gestiegenen Benzinpreise wurde Autofahren ein kostspieliger Luxus, der durch geteilte Fahrten (und damit auch Kosten) für die breite Masse tragbar wurde. Die Öl-Krise ging, der Begriff „Ride-Sharing“ blieb – der Motor und die Intention dahinter jetzt jedoch eine komplett andere. Was steckt hinter der neuen Bewegung und wie ist der Boom zu erklären?

  • Digitalisierung und Vernetzung. Wir sind immer und überall vernetzt. Informationen werden über verschiedene Endgeräte (Smartphone, Smartwatch, Tablet, etc.) jederzeit abgerufen und geteilt. Damit ist die Infrastruktur für das Phänomen „Ride Sharing“ gegeben.
  • Junge und dynamische Unternehmen haben das Potenzial der neuen Mobilitätsform erkannt und investieren enormes Kapital für eine erfolgreiche Umsetzung ihrer Geschäftsmodelle (Bsp.: Google, Uber, Lift).
  • Die Technologie autonomer Fahrzeuge erreicht Perfektion und wird damit straßentauglich.

Das geänderte Nutzerverhalten unterstützt durch neue Technologien und ein gewachsenes Bewusstsein für Umwelt und Natur, aber vor allem die Einstellung einer neuen Generation, die durch ein radikal verändertes Besitzdenken geprägt ist, beeinflussen massiv das Mobilitätsverhalten aller und holen den „Sharing“-Trend aus der Außenseiterecke.

Um die Auswirkungen autonomer Fahrzeuge auf den Öffentlichen Verkehr abschätzen zu können, untersuchte der Lehrstuhl für Verkehrsplanung und Verkehrsleittechnik der Universität Stuttgart mittels eines makroskopischen Modellierungsansatzes die mögliche Nachfrage und Auslastung für eine deutsche Großstadt. Maximilian Hartl, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl, präsentierte die Ergebnisse der Studie auf dem 26. PTV Vision Traffic Anwenderseminar im Oktober 2016. Seinen Vortrag in voller Länge finden Sie hier:

Mehr über das Projekt „Megafon“ (Modellergebnisse geteilter autonomer Fahrzeugflotten des öffentlichen Nahverkehrs): isv.uni-stuttgart.de/vuv/news/news_0016.html

Wir laden Sie ein, uns in Karlsruhe zu besuchen. Das 27. PTV Traffic Anwenderseminar findet vom 14.-15. November 2017 im Hauptsitz der PTV Group statt. Merken Sie sich schon heute den Termin vor. Näheres folgt zu gegebener Zeit im Newsletter oder auf unserem Blog.